Wieso mobile Recruiting essentiell ist

Im Recruiting gibt es immer wieder neue Trends, meist ausgelöst durch neue Technologien. Einer dieser Trends ist eigentlich gar nicht mehr so neu: mobile Recruiting. Wie wichtig ist es als Unternehmen oder Personaldienstleister die eigene Karriereseite mobilfähig zu machen?

Warum jede Webseite full-responsive sein muss

Zuerst einmal sollte man sich folgende Fakten vor Augen halten: Einem orf.at-Artikel von Dezember 2013 zur Folge besaßen bereits vor 6 Jahren 78 % der Österreicher ein Smartphone, welches die Mehrheit auch zum Surfen im Internet nutzt. Dieser Wert wird sich in den letzten Jahren wahrscheinlich noch erhöht haben. Allein daraus lässt sich schon die Notwendigkeit für jedes Unternehmen ableiten, seine Webseite full responsive zu gestalten. Dabei zeigt sich auch, dass die Nutzer immer öfter Internetinhalte übers Smartphone konsumieren, selbst wenn sie gar nicht unterwegs sind. Also allein aus Bequemlichkeit sich nicht erst vor den Computer setzten zu müssen und diesen hochzufahren, wird auch daheim lieber das Tablet oder Smartphone verwendet. Dies spiegelt sich auch in den Nutzungsdaten unserer Webseite wider. Jeder zweite Zugriff auf unsere Webseite erfolgt von einem Mobilgerät.

Die Frage ist auch wann haben die Leute Zeit sich Stellenangebote anzusehen? Einer LinkedIn-Umfrage zufolge sehen sich 60 % der passiven Kandidaten (nicht aktiv auf Jobsuche) Stellenangebote an, die sie per Mail erhalten. So etwas erledigt man gerne zwischendurch (z.B. in der U-Bahn) oder vom Sofa aus.

Gerade für die Gruppe der latent Jobsuchenden besteht nicht die dringende Notwendigkeit sich auf interessante Jobangebote zu bewerben. Bietet man nun nicht die Möglichkeit sich gleich per Mobilgerät zu bewerben, unterbricht dies den Bewerbungsfluss und viele potentielle Interessenten vergessen eventuell darauf ihre Bewerbung zu einem späteren Zeitpunkt vom Desktop-PC abzusenden oder es ist ihnen schlicht zu aufwendig.

Wie eine Mobilbewerbung auf stix-experts.com funktioniert

Aus den angeführten Gründen leitete sich für mich und mein Unternehmen die Notwendigkeit ab, Bewerbern die Möglichkeit bieten zu müssen sich möglichst einfach für Stellenausschreiben zu bewerben. Alle Faktoren wie die langwierige Eingabe eines Lebenslaufes und sogar das hochladen eines Attachments, welche die Möglichkeit sich zu bewerben behindern, sollten aus dem Prozess eliminiert werden. Zur Bewerbung ist daher nur die Eingabe des Namens und der Kontaktdaten notwendig. Eine zusätzliche Nachricht oder das Anfügen eines Attachments sind optional. In der Folge ist ein erstes Gespräch zur Position möglich in welchem alle weiteren Schritte gesetzt werden können.

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Wie ziehe ich meine Bewerbung richtig zurück?

Die Stellenausschreibung und die Informationen, die Sie aus Ihrem Gespräch beim Personalberater zum betreffenden Unternehmen erhalten haben klangen für Sie interessant und Sie haben sich für eine Stelle beworben. Im Laufe des Bewerbungsverfahrens kann es aber natürlich geschehen, dass man seine Meinung ändert und die Bewerbung wieder zurückziehen möchte. Aber wie macht man das am besten?

 

Gründe für das Zurückziehen der Bewerbung

Gründe dafür kann es viele geben. Zum einen ist es verständlich, dass man als Bewerber auf Jobsuche sich nicht nur für eine Stelle bewirbt, sondern mehrere Eisen im Feuer hat. Oder der Grund für die Unzufriedenheit im aktuellen Job welche einen dazu gebracht hat über einen Wechsel nachzudenken, fällt weg. Es kann natürlich auch sein, dass sich im Laufe des Bewerbungsprozesse gezeigt hat, dass die Aufgaben in der neuen Position, das Gehalt oder die Kultur des Unternehmens nicht zu Ihnen bzw. Ihren Vorstellungen passen und Sie daher von einer Fortführung des Prozesses absehen möchten.

Wie zuvor gesagt ist es legitim sich bei mehreren Unternehmen zu bewerben. Man sollte jedoch in jedem Fall mit offenen Karten spielen und dies im Bewerbungsprozess erwähnen. Dies gibt den Unternehmen zum einen die Möglichkeit rechtzeitig eine Entscheidung zu treffen sowie die weitere Suche zu steuern. Die Unternehmen ihrerseits teilen es Ihnen ja meist auch mit, wenn es weitere Bewerber für die Position gibt.

 

Wie man es nicht machen sollte

Ab und zu habe ich es auch schon erlebt, dass ein Bewerber am Tag des Interviews beim Unternehmen die Bewerbung kurzfristig zurückzieht. Dies mach zum einen keinen guten Eindruck beim Personalberater und auch nicht beim betroffenen Unternehmen. Manchmal wurde als Grund auch eine Erkrankung vorgeschoben und auf den Vorschlag zur Vereinbarung eines Ersatztermins in der Folge nicht mehr reagiert.

Ich habe auch schon öfter die Erfahrung gemacht, dass der Bewerbungsprozess erfolgreich abgeschlossen wurde und Kandidat sowie Unternehmen sich auf eine Anstellung einigten. In der Folge passierte es jedoch, dass der Kandidat die Zusage kurz vor der Vertragsunterzeichnung zurückzog, da er ein für sich besseres Angebot bei einem anderen Unternehmen annahm. Hier wurde meiner Meinung vom Bewerber gänzlich falsch kommuniziert. In diesem Fall wäre es besser gewesen um etwas Bedenkzeit zu bitten mit dem Hinweis, dass man sich noch in anderen Gesprächen befindet und den Ausgang gerne abwarten möchte um in der Folge eine Entscheidung zu treffen.

 

Wie ziehe ich meine Bewerbung richtig zurück?

Vielen ist es unangenehm jemanden eine Absage zu erteilen. Man muss aber kein schlechtes Gewissen gegenüber dem Personalverantwortlichen oder Personalberater haben, da es legitim ist seine Meinung zu ändern. Jeder soll bei der Jobsuche die Möglichkeit haben den für sich am besten passenden Job auszuwählen. In jedem Fall ist es aber wichtig das Zurückziehen der Bewerbung gut zu begründen. Man möchte ja selbst einen professionellen Eindruck hinterlassen und sich auch nicht für die Zukunft beim betreffenden Unternehmen die Chancen verbauen. Eventuell möchten Sie sich ja zu einem späteren Zeitpunkt für eine Position bei diesem Unternehmen bewerben. Es ist daher wichtig die Absage zur begründen und auch den Zeitpunkt richtig zu wählen. Eine kurzfristige Absage ist für Unternehmen und Personalberater immer unangenehm, da man sich die Zeit hierfür ja bereits freigehalten hat. Man sollte daher sobald man die Entscheidung für einen Rückzug aus dem Bewerbungsverfahren getroffen hat, diese auch an den betreffenden Personalberater bzw. Personalverantwortlichen kommunizieren. Sie geben damit dem Unternehmen auch die Möglichkeit die Position zeitnah mit einem anderen Bewerber zu besetzen.

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Die richtige Gestaltung Ihres Lebenslaufes

Als Personaldienstleister erhalte ich von Kandidaten im Laufe der Zeit eine große Menge an Bewerbungsunterlagen und Lebensläufen. Immer wieder kommt es vor, dass Bewerber im Rahmen eines Interviews mir die Frage stellen, ob die in ihrem zur Verfügung gestellten Lebenslauf aufgeführten Erfahrungen und Kenntnisse übersichtlich und aussagekräftig dargestellt werden. Doch wie sollte ein gut gestalteter Lebenslauf aussehen?

Der Inhalt

Ihr Lebenslauf sollte auf der ersten Seite immer ein Bild von Ihnen enthalten. Lebensläufe die ein Profilbild enthalten, erhalten von Personalverantwortlichen eine größere Aufmerksamkeit. Weiters ermöglichen Sie es dem Betrachter damit sich ein kompletteres Bild von Ihnen zu verschaffen.

Neben Ihren persönlichen Daten wie Geburtsdatum, Wohnort und Ihrer Staatsbürgerschaft sind die folgende Punkte von Bedeutung:

  • besondere (technische) Kenntnisse
  • Ausbildung
  • Weiterbildungen/Zertifizierungen
  • Berufserfahrung

Auf die Länge kommt es (nicht) an

Ich habe in meinen Gesprächen schon oft gehört, dass Kandidaten in der Vergangenheit geraten wurde den Lebenslauf nicht länger als 1-2 Seiten zu halten. Gerade bei Bewerbern für technische Positionen ist es aber essentiell, dass neben einem Jobtitel bei den angeführten Beschäftigungen auch weitere Erklärungen zu den übernommenen Aufgaben, Tätigkeiten aber auch Projekterfahrungen, sowie die im Zuge dessen eingesetzten Technologien angeführt werden. Weiters ist es von Vorteil im Rahmen einer kurzen Übersicht über die vorhandenen technischen Kenntnisse (Programmiersprachen, Hardware, verwendete Software, etc.) zu informieren. Erst diese vollständigen Angaben ermöglichen es mir und in der Folge meinem Kunden uns schon vor dem Gespräch ein gutes Bild zum bisherigen Werdegang zu machen. Da kann der Lebenslauf dann auch durchaus ein paar Seiten mehr beinhalten.

Die richtige Strukturierung

Wichtig ist, das ein Lebenslauf richtig strukturiert wird. Neben der Reihenfolge der Inhalte (siehe “der Inhalt”) gehört hierzu vor allem die richtige chronologische Einordnung Ihrer Erfahrungen. Die aktuellsten Erfahrungen und Stationen sollten auch immer an erster Stelle gereiht sein, damit dem Leser Ihres Lebenslaufes diese sofort ins Auge springen und die höchste Aufmerksamkeit erhalten. Die am längsten zurückliegenden Stationen in Ihrem Leben sollten demnach auch am Ende Ihres Lebenslaufes zu finden sein.

Um Ihnen die Gestaltung Ihres Lebenslaufes zu erleichtern und die genannten Tipps besser zu veranschaulichen, finden Sie nachfolgend ein Muster zu Ihrer freien Verwendung.

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